
Bilder: Mittelhessen Netz GmbH
Netzanschluss ohne Warteschleife: Wie die Mittelhessen Netz GmbH mit TINA digitale Prozesse beschleunigt
Wie lassen sich Netzanschlussprozesse effizienter gestalten, wenn die Zahl der Anfragen für Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Co. steigt? In der aktuellen Ausgabe der netzpraxis zeigt die Mittelhessen Netz GmbH, wie sich die Bearbeitung von Anfragen mit TINA spürbar beschleunigen lässt – und zwar von ein bis zwei Wochen auf nur wenige Tage.
Weniger manueller Aufwand, schnellere Bearbeitung
Seit 2024 setzt die Mittelhessen Netz GmbH auf TINA, die CURSOR-Netzmanagement-Plattform, um Kunden- und Netzprozesse zentral abzubilden. Durch die Kombination aus Kundenportal und integriertem Prozessmanagement entstehen durchgängige digitale Abläufe. Kundeninformationen, Vorgänge und relevante Dokumente stehen zentral zur Verfügung. Das erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden, Kunden und Installateuren und reduziert manuelle Abstimmungen.
Auch die Integration in die bestehende Systemlandschaft zahlt sich aus: Über die Anbindung an SAP und das Zentrale Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate (ZEREZ) lassen sich relevante Informationen direkt in TINA nutzen. Das verbessert die Datenqualität, vermeidet Mehrfachpflege und stellt benötigte Zertifikatsinformationen für die nächsten Prozessschritte schneller bereit.
„Seitdem wir TINA nutzen sind die Bearbeitungszeiten vor allem bei der Anmeldung von Photovoltaikanlagen wesentlich schneller. Das geht jetzt innerhalb weniger Tage statt ein bis zwei Wochen.“

Von ein bis zwei Wochen auf wenige Tage
Besonders deutlich zeigt sich der Nutzen bei der Anmeldung von Photovoltaikanlagen. Durch die digital unterstützten Abläufe konnte das Team der MIT.N die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzen. Celine Philipp, Verantwortliche im Bereich Einspeisemanagement bei Mittelhessen Netz, berichtet: „Seitdem wir TINA nutzen sind die Bearbeitungszeiten vor allem bei der Anmeldung von Photovoltaikanlagen wesentlich schneller. Das geht jetzt innerhalb weniger Tage statt ein bis zwei Wochen.“
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die schrittweise Einführung der Plattform. In mehreren Sprints wurden die nächsten Umsetzungsschritte festgelegt. So konnte die Mittelhessen Netz bereits mit dem ersten Modul, dem Einspeisemanagement, drei Wochen vor dem geplanten Go-live starten.

TINA ermöglicht eine durchgängige End-to-End-Abwicklung des Netzanschlussprozesses: vom Antrag über die technische Prüfung bis zur Zusage
Digitale Prozesse als Schlüssel für die Energiewende
Das Praxisbeispiel zeigt: Effiziente Netzprozesse entstehen nicht allein durch die Digitalisierung einzelner Arbeitsschritte. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Kundenportal, Prozessmanagement und integrierten Systemen. So lassen sich Abläufe transparenter gestalten, manuelle Aufwände reduzieren und Anfragen schneller bearbeiten. Gerade angesichts steigender Anforderungen an die Verteilnetze wird eine durchgängige digitale Prozesslandschaft immer wichtiger. Anne Rühl, Director of Product Management & Marketing bei CURSOR resümiert daher: „Wer Daten, Menschen und Prozesse miteinander verbindet, schafft die Grundlage dafür, die Komplexität der Energiewende effizient zu bewältigen."
Sie möchten mehr über das Projekt erfahren? Den vollständigen Fachbericht aus Ausgabe 09/2026 der netzpraxis mit weiteren Einblicken lesen Sie im CURSOR-Kiosk: Zum kompletten Bericht...



