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Business Project mit der THM: Studierende erstellen Corporate Carbon Footprint für CURSOR

Wie gelingt nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis? Und was passiert, wenn wissenschaftliche Methoden auf reale Unternehmensdaten treffen? Antworten auf diese Fragen lieferte ein Business Project der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), bei dem Studierende des Bachelorstudiengangs BWL – Nachhaltigkeitsmanagement gemeinsam mit dem CURSOR-Nachhaltigkeitsteam den ersten Corporate Carbon Footprint (CCF) des Unternehmens erstellten.

Nachhaltigkeit messbar machen

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Aufgabe, die Treibhausgasemissionen der CURSOR Software AG systematisch zu erfassen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Unter der Leitung von Prof. Dr. Isabell Lenz erarbeiteten die Studierenden den Corporate Carbon Footprint nach dem GHG Protocol und entwickelten Ansätze für die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements.

Das Besondere an dem Projekt: Die Studierenden analysierten reale Unternehmensdaten, identifizierten Emissionsschwerpunkte und entwickelten konkrete Handlungsempfehlungen. Damit wurde im besten Sinne sichtbar, wofür die Business Projects der THM stehen: wissenschaftliche Methoden direkt auf praktische Herausforderungen anzuwenden. „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden war ausgesprochen professionell und hat uns wertvolle neue Perspektiven eröffnet. Besonders beeindruckt hat uns, wie fundiert die Analyse durchgeführt und wie praxisnah die Ergebnisse aufbereitet wurden. Die Erkenntnisse aus dem Business Project helfen uns dabei, die nächsten Schritte im Nachhaltigkeitsmanagement noch gezielter anzugehen“, betont Thomas Rühl, Gründer und CFO von CURSOR.

Wissenschaft trifft Praxis: Eine ehrliche Bestandsaufnahme

Unterstützt durch die ENIT-Software ermittelten die Studierenden für CURSOR einen Gesamtausstoß von 503,5 Tonnen CO₂e für das Geschäftsjahr 2025. Noch wichtiger als die Zahl selbst waren die Erkenntnisse dahinter: Die Analyse hat gezeigt, in welchen Bereichen die größten Emissionen entstehen und wo die wirksamsten Hebel für weitere Verbesserungen liegen: Wie bei vielen Unternehmen entsteht auch bei CURSOR der größte Anteil der Emissionen durch vor- und nachgelagerte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Besonders relevant sind dabei drei Bereiche: die Anfahrt unserer Mitarbeitenden, Kapitalgüter wie neu angeschaffte Laptops oder Fahrzeuge sowie mobile Verbrennung, beispielsweise durch Dienstreisen.

Wie viel CO₂ lässt sich durch eine veränderte Mobilität der Mitarbeitenden einsparen? Die Studierenden haben dazu ein Szenario für CURSOR entwickelt, das zeigt, welches Potenzial bis 2030 in der Umstellung auf ÖPNV und E-Auto steckt

Nachhaltigkeit mit System statt nach dem Gießkannenprinzip

Bei der Suche nach Einsparpotenzialen konnten die Studierenden auf einer bereits vorhandenen Basis aufbauen. Nachhaltigkeit wird seit vielen Jahren bei CURSOR gelebt, ist mit einem eigenen Team organisatorisch verankert und fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie und -strategie.

Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen gehören unter anderem:

• 100 Prozent Ökostrom
• eine zu 55 Prozent elektrifizierte Firmenflotte
• der Einsatz von refurbished Hardware
• ein grundsätzlich ressourcenschonendes Geschäftsmodell als Software- und Beratungsunternehmen

Statt allgemeiner Empfehlungen konnten im Laufe des Projekts dann konkrete Potenziale identifiziert werden, die auf die tatsächliche Situation des Unternehmens zugeschnitten sind. Dazu zählen beispielsweise Anreize für die Nutzung von Bus und Bahn, um eine klimafreundlichere Mobilität im Arbeitsalltag fördern. Auch bei Geschäftsreisen und der Beschaffung von Hardware gibt es interessante Möglichkeiten, die künftig genauer betrachtet werden sollen. Gleiches gilt für die Erfassung von Emissionen bei Nutzung der CURSOR CRM-Software in mittleren und großen Unternehmen, insbesondere in der Energiebranche.

Lernen an realen Herausforderungen

Für die Studierenden bot das Projekt die Möglichkeit, ihr Wissen aus dem Studium auf eine konkrete Aufgabenstellung anzuwenden und dabei wertvolle Erfahrungen für den späteren Berufsalltag zu sammeln.

Auch für das Nachhaltigkeitsteam von CURSOR war der Blick von außen ein wichtiger Mehrwert: „Für uns war besonders wertvoll, dass die Studierenden einen unvoreingenommenen Blick auf unsere Daten und Prozesse eingebracht haben. Die Ergebnisse liefern eine gute Grundlage, um unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten gemeinsam im Team künftig noch gezielter weiterzuentwickeln“, so Lisa Pelz, Working Student Sustainability bei CURSOR.

Und auch Prof. Dr. Isabell Lenz betont: „Genau für solche Herausforderungen sind unsere Business Projects konzipiert. Die Studierenden wenden wissenschaftliche Methoden auf reale Fragestellungen an und schaffen damit einen Mehrwert für Unternehmen. Das Projekt mit CURSOR hat gezeigt, wie erfolgreich dieser Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis funktionieren kann.“

Grundlage für die Zukunft geschaffen

Ein wichtiges Ergebnis des Projekts ist nicht nur die erstmalige Erstellung des Corporate Carbon Footprints. Die Studierenden entwickelten außerdem eine strukturierte Grundlage für die zukünftige Datenerfassung sowie ein Template, mit dem die Bilanzierung in den kommenden Jahren fortgeführt werden kann. Dadurch entsteht Schritt für Schritt ein immer genaueres Bild der Emissionsentwicklung. Gleichzeitig können Maßnahmen künftig noch präziser bewertet und priorisiert werden.

Die Studierenden haben eine Klimastrategie auf Basis vier priorisierter Handlungsfelder erarbeitet: Mobilität, nachhaltige IT, Bürostandort sowie freiwillige Klimaschutzbeiträge.

Fazit: Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mehrwert für beide Seiten

Das Business Project zeigt, welchen Mehrwert die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen schaffen kann. Während die Studierenden wertvolle Praxiserfahrung sammeln und ihr Wissen an einer realen Aufgabenstellung anwenden konnten, profitiert CURSOR von fundierten Analysen und neuen Impulsen für die Weiterentwicklung des eigenen Nachhaltigkeitsmanagements.

„Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Isabell Lenz und den Studierenden des Studiengangs BWL – Nachhaltigkeitsmanagement der THM Business School für die engagierte und beeindruckende Zusammenarbeit“, betont Thomas Rühl und ergänzt: „Denn eines hat das Projekt deutlich gemacht: Nachhaltigkeit braucht Daten, Perspektiven und den gemeinsamen Willen, aus Erkenntnissen konkrete Veränderungen abzuleiten. Die ermittelten 503,5 Tonnen CO₂e sind deshalb kein Endpunkt, sondern ein wichtiger Ausgangspunkt für weitere Verbesserungen unserer CO₂e Bilanz.“

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit bei CURSOR: https://www.cursor.de/unternehmen/nachhaltigkeit  

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